When we were at the Amboseli National Park near the Kilimanjaro, we met the barkeeper Emmanuel at Hemmingway’s Bar. He is from the Massai tribe and the only one in his clan who is able to speak English and who doesn’t work as a herdsman.
Normally it takes him five hours to walk the 20 kilometers from his village to work. Thus, he walks home only once a week. During high season he can only manage to go home after two weeks. But as he works double shifts he earns double money. On the one hand the work is exhausting, however it brings him closer to his aim. Emmanuel has a dream. He wants to buy himself a biycle. With a bike he would be able to ride home much faster. He could go home even in his spare time during his shifts and therefore see his family and animals more often.
He explained to us that he has three children, a son and two daughters. His son is studying civil engineering in Nairobi and Emmanuel is very proud of him. Contrary to his father he has only one wife. His father has five wives and 24 children – and counting. With the Massai people it is a sign of wealth having a lot of wives and children – and also a kind of provision for one’s old-age. However, Emmanuel is not as rich as his father and he has decided to earn a wage for himself. That’s why he is saving all his money for his bike. A colleague of his taught him how to ride a bike. He practiced constantly at the airstrip on the site near the hotel. In the beginning he fell down quite often but after a while he managed to control the bike. His colleague also showed him how to repair a flat tyre, knowing full well that his achievement would become a useless thing without a proper tyre. At first he let his colleague do it but then he could do it by himself.
After he decided to save his money for the bicycle, he asked the council of elders of his clan for their permission. He would be the first and only Massai in his clan to own a bike. It took the elders two weeks to take a decision. They asked him much is the bike? He told them it would cost 6,000 Kenian Shillings, which is about 60 Euros. One of the elders suggested that they could sell a calf instead of saving money, then he could buy the bike immediately. But then it would belong to the whole clan and Emmanuel intents to have it for himself. So he declined. Finally they agreed and allowed him to buy the bike.
Now he is saving all his money for his bike. Between Christmas and New Year’s Eve he had a lot of customers, so he has already earned a lot of money. He has calculated that by the end of February he will have saved the total. Then he will buy the bike. And the Massai tribe will leap forward with a Massai on a bike. Good luck, Emmanuel.












Massai on a Bike
Rescue Dada Center
In Nairobi waren wir zu Besuch in einem Waisenhaus. Dort leben Mädchen, die von den Mitarbeiterinnen von der Strasse aufgelesen wurden. In Kenia gibt es ziemlich viele Strassenmädchen, die aus den verschiedensten Gründen dort landen. Ein Hauptgrund liegt sicherlich darin, dass es bei den meisten Stämmen Kenias traditionell noch immer bedeutend ist, einen Sohn zu gebären. Er soll die Familientradition fortführen und für den Erhalt des Clans sorgen. Deshalb werden in den Krankenhäusern regelmäßig Kinder nach der Geburt ausgetauscht. Das funktioniert leider ganz einfach: Die reichen Familien, die es auch in Kenia gibt, bestellen bei der Hebamme einen Sohn. Sie sorgt dann nach der Geburt dafür, dass die neugeboren Söhne der armen Mütter mit den Töchtern der reichen Mütter vertauscht werden. Möglich ist dies dadurch, dass die Frauen bei der Geburt allein sind. Es gibt nicht wie bei uns die Möglichkeit, dass der Vater oder andere Angehörige bei der Geburt dabei sind. Deshalb sind die jungen Mütter den Hebammen hilflos ausgeliefert. Natürlich sind die Mütter nach der Geburt zu erschöpft, um den Schwindel zu bemerken. Aber jeder weiss davon. Deshalb wundert es auch niemand, dass die reichen Familien in den meisten Fällen mit einem Erstgeborenen nach Hause gehen, während die Armen häufig “nur” ein Mädchen bekommen. Unser Bekannter Seth, der uns die Geschichte erzählt hat, meinte dazu nur ganz trocken, dass dies wiederum die Kinder seien, die dann später ihre Eltern umbringen würden, da sie ja nicht vom selben Blut seien. Wundern würde mich das nicht, da ist sicher etwas Wahres dran.
Da die Mädchen also nicht so geschätzt werden wie Jungen, bekommen sie in der Regel auch keine Ausbildung und werden von den Eltern häufig als Ballast betrachtet. Warum in etwas investieren, das später sowieso durch die Heirat in einen anderen Clan entschwindet und dadurch für die Familie nutzlos wird – so ist die gängige Meinung.
Leider werden viele Mädchen zu Hause auch missbraucht, von ihren nahen Angehörigen, wie Vater, Onkel, Bruder… Wer weiss, vielleicht sind es aber gar nicht deren Angehörige, falls sie nach der Geburt vertauscht wurden. Jedenfalls erleben sie alle möglichen Formen der häuslichen Gewalt und landen häufig auch deshalb auf der Strasse.
Die Mädchen aus dem Waisenhaus Rescue Dada Center bleiben dort für ein Jahr. Sie sind zwischen drei und sechzehn Jahren alt und leben in kleineren Gruppen zusammen. Sie sollen in ihren Gruppen den Familienzusammenhalt erleben, den sie zu Hause nicht erfahren. Während ihres Aufenthalts dort gehen sie, je nach Alter, tagsüber in die Schule oder erhalten eine Ausbildung als Friseurin und Computer Training. Ausserdem gibt es psychologische Unterstützung in Form einer Therapie, bei der versucht wird, auch die Familie zu integrieren, damit z.B. Missbrauch und/oder Misshandlung ganzheitlich behandelt werden kann.
Nach einem Jahr werden die Mädchen entweder zurück geführt in ihre Herkunftsfamilie oder in einer Pflegefamilie aufgenommen. Sofern sie eine Ausbildung absolviert haben, werden sie noch weiter betreut, allerdings müssen sie selbst dafür sorgen, dass das Geschäft läuft und auch einen Teil des Gewinns an das Waisenhaus abführen.
Das alles erfuhren wir durch eine Einführung von der Leiterin des Waisenhauses, Mary, die uns auch die Unterkünfte, Küche und Schul- und Ausbildungsräume zeigte. Während unseres Rundgangs wurden wir genauso neugierig von den Kindern gemustert und schon bald hatten wir alle Hände und Arme voll mit den Kleinen. Man spürte sogleich, dass sie Nähe und Kontakt vermissen und suchen, weil sie sich fest an uns geschmiegt hatten und unbedingt auf den Arm wollten. Ich fand es erstaunlich, wie lebensfroh und fröhlich sie wirkten, obwohl sie alle sicherlich schon schwere Zeiten hinter sich haben. Sie sangen lauthals und machten witzige Posen beim fotografieren und lachten und kicherten die ganze Zeit. Es war echt ein schönes Gefühl zu wissen, dass sie dort gut aufgehoben sind. Nach unserem Besuch war ich ziemlich ergriffen von dem Schicksal der Kleinen. Irgendwie kann ich jetzt auch Leute verstehen, die ein Kind aus einem Waisenhaus adoptieren, weil man sofort den Wunsch verspürt, helfen zu wollen. Allerdings ist es wohl wirklich besser, die Kinder dann nicht aus dem Land zu holen. Man sollte schon versuchen, die Hilfe vor Ort einzusetzen. Ery z.B. wird dort als Volunteer anfangen. Ich hatte mir auch gleich überlegt, ob ich vielleicht beim Computer Kurs helfen könnte. Also sollte ich mal beruflich in Nairobi zu tun haben, wisst ihr, wo ihr mich finden könnt.
Hier gehts zur website: http://rescuedada.org/r_dada/index.php?option=com_content&task=view&id=1&Itemid=3
nairobberi
Leider mussten wir jetzt schmerzlich erfahren, dass Nairobi ihren unruehmlichen Beinamen Nairobberi zurecht traegt.
Wir hatten gerade einen Besuch im Nairobi National Museum hinter uns und tranken gemuetlich Kaffee im Cafe nebenan, als Arndte ploetzlich feststellte, dass seine Tasche weg war. Wir konnten es zunaechst nicht glauben und dachten, sie waere irgendwoanders, doch anscheinend wurde sie tatsaechlich gestohlen. Wir hatten ueberhaupt nicht mitbekommen, dass jemand in der Naehe unseres Tisches war, aber als wir dann rausrannten, um nachzusehen und dadurch grossen Wirbel verursachten, fiel einer Kellnerin ein, dass sich drei Frauen auffallend verhalten hatten. Ery hatte sie auch gesehen. Sie sassen nur wenige Minuten einen Tisch weiter und verschwanden ploetzlich, ohne etwas zu bestellen. Die Kellnerin hatte beobachtet, dass sie sofort in ein Taxi gestiegen waren und davon fuhren. Sie mussten die Tasche gestohlen haben.
Wir fuhren sofort nach Hause, damit Arndte seine VISA-Karten sperren konnte. Danach gingen wir zur Polizei, um den Diebstahl zu melden. Dort war es aehnlich seltsam wie damals bei der Polizei auf Nias (wo wir den Einbruch bei Ilda gemeldet hatten). Der diensthabende Polzist war zunaechst voellig ueberfordert, notierte dann aber doch die gestohlenen Sachen in sein dickes Buch am Empfang – handschriftlich, mit einem schlecht funktionierenden Kuli. Nachdem er den Bericht aufgenommen hatte und wir nach einer Kopie fragten, musste erst mal jemand ausschwaermen, um die verantwortliche Person mit Schluesselgewalt zu finden. Nach einer Weile schlappte eine junge Frau im T-Shirt und Flipflops an, fuehrte uns durch die Polizeistation, die in etwa auf dem Stand der 70er Jahre haengen geblieben war und Arndte durfte auf einem Plastikstuhl Platz nehmen. Ich gesellte mich zu ihm auf einen Holzhocker. Nachdem die Assistentin aus einer dunklen Hinterkammer Schreibzeug und Durchschlagpapier gewuehlt hatte, durfte Arndte noch einmal aufzaehlen, was alles gestohlen wurde. Nach dem genauen Ablauf oder Taeterbeschreibung wurde gar nicht erst gefragt. Das Buero war vollgestopft mit Akten, die in einem klapperigen, abgewetzten Aktenschrank lagen, es gab auch einen Computer, der aber offenbar nicht funktionierte. Waehrend der Bericht aufgenommen wurde, blaetterte ein Mann in Zivil lustlos in irgendwelchen Belegen. Seltsam, das alles. Nachdem Arndte 200 Kenianische Schilling (rund 2 Euro) gezahlt hatte, bekam er den Zettel ausgehaendigt, immerhin mit Stempel und Unterschrift versehen.
Unser Fahrer, der uns auch in die Polizeistation begleitet hatte, konnte es kaum fassen, dass wir tatsaechlich einen offiziellen Polizeibeleg erhalten hatten. Anscheinend ist es eine Seltenheit, etwas Schriftliches zu erhalten, man wird wohl sonst immer von Tag zu Tag vertroestet. Wir haben nicht genau verstanden, warum das so schwierig ist. Vielleicht wollen sie sich Schreibarbeit ersparen in solch einem aussichtslosen Fall oder sie wollen nicht offiziell dazu genoetigt werden, den Fall zu verfolgen oder sie erwarten mehr Geld dafuer. Immerhin haben die Polizisten sogar unseren Fahrer nach Geld gefragt! Nur weil wir einen Termin bei der Deutschen Botschaft hatten und dort den Polizeibericht vorlegen mussten, haben wir ueberhaupt einen Beleg fuer nur 200 KSh erhalten.
In der Botschaft ging dann alles relativ schnell. Nachdem wir ca. 10 Minuten draussen warten mussten, um eingelassen zu werden (waehrend unser Fahrer ohne Kontrolle einfach so durch die Sicherheitsschleuse gelassen wurde), holte uns der Botschafter an der Tuer ab, regelte die Formalitaeten fuer den temporaeren Reisepass ganz fix und Arndte hielt bald die wichtigen Dokumente in den Haenden.
Eigentlich hatten wir an dem Tag noch vor, Postkarten zu schreiben, nach der Episode hatten wir dann aber weder Geld noch Muse dafuer, uns diesem aufwaendigen Verfahren auszusetzen. Man kann naemlich nicht einfach Postkarten schreiben, ne Briefmarke aufkleben und abschicken, sondern man muss extra Umschlaege dafuer kaufen, sonst kommen sie nicht an.
Trotzdem nochmal HAPPY NEW YEAR! Lasst euch nicht die Laune verderben und think positive
Kwahery, Nairobi!
out of africa
Jambo! Jambo heisst Hallo und ist eines der Worte, dich ich in den zweieinhalb Wochen hier in Kenia aufgeschnappt habe.
Das Klima ist sehr angenehm – nicht zu heiss, nicht zu kalt. Derzeit haben wir angenehme 24 Grad. Falls es doch zu heiss wird, können wir den Pool benutzen, der bei Robert und Ery im Garten liegt. Das läßt mich ganz vergessen, dass gerade Weihnachten war und ich bemerke, wie die Zeit verschwimmt.
Gleich zu Beginn haben wir in Nairobi zwei Deutsche Radfahrer kennen gelernt, die Afrika von Kapstadt bis zum Nordkap mit dem Rad erkunden. Ein Pärchen, ungefähr in unserem Alter, das sich seinen Lebenstraum erfüllt. Sie waren bereits seit 10 Monaten in sechs afrikanischen Ländern unterwegs. Um Ärger oder Überfälle zu vermeiden, fahren sie nur tagsüber. Sie haben ihr wichtigstes Werkzeug für kleinere Reparaturen dabei und werden überall freudig-überrascht begrüsst. Bisher ist alles gut gelaufen und die junge Frau strahlte glücklich, als sie uns davon erzählte, wie die Kinder lachend hinter ihnen herliefen. Als nächstes Ziel haben sie sich Somalia vorgenommen. Hoffentlich läuft da auch alles so gut, denn die Somalis gelten als recht kriegerisch.
Am ersten Tag haben wir eine Stadtrundfahrt durch Nairobi unternommen, um einen Überblick über die Stadt zu bekommen. Nairobi hat rund 4 Millionen Einwohner und liegt knapp unterhalb des Äquators. Sehr schön, und, wie in allen Entwicklungsländern, gespickt mit Kontrasten zwischen arm und reich.
Faszinierend ist, dass man von der Stadt aus nur ca. eine dreiviertel Stunde zum Nationalpark fährt, wo man die wilden Tiere besuchen kann: Löwen, Affen, Giraffen, Zebras, Wasserbüffel, Falken, Adler, Strausse, Pfaue, Nashörner, Gnus, Gazellen, Antilopen… sie alle leben in unmittelbarer Nachbarschaft zur Grossstad- echt erstaunlich.
Neben den Tieren im Naturschutzpark haben wir auch ein Elefanten-Waisenhaus und eine Giraffen-Auffangstation besucht, wo man die Tiere hautnah erleben kann.
Danach waren wir im Haus der Baronin Blixen, deren Autobiographie “Out of Africa” verfilmt wurde. Ich habe mir auch das Buch gekauft und erlebe dabei zum ersten Mal, dass ich den Schauplatz des Geschehens selbst schon besucht habe und dadurch noch tiefer in die Geschichte eintauchen kann.
In Nairobi haben wir auch ein Waisenhaus für Mädchen, die auf der Strasse aufgegriffen wurden, besucht, was sehr ergreifend war. Die Mädchen leben hier für ein Jahr und werden dort entweder auf ihr späteres Leben in einer, im besten Falle, Pflegefamilie vorbereitet oder therapiert und in ihre Herkunftsfamilien zurück geführt oder bekommen eine Ausbildung als Friseurin und werden nach dem Waisenhaus weiter betreut. Es hat mich sehr berührt, die kleinen Mädchen zu erleben, die schon sehr schwere Zeiten hinter sich haben und trotzdem so fröhlich wirkten.
In der letzten Woche waren wir auf Safari – am Mount Kenia, dem höchsten Berg Kenias, in der Masai Mara, dem grössten und artenreichsten Nationalpark und an der Grenze zu Tansania, in Amboseli, wo wir den Kilimanjaro, den grössten Berg Afrikas, bewundern konnten. Wir haben unglaublich viele Tiere in freier Wildbahn gesehen, aber auch einiges über die 24 verschiedenen Stämme Kenias gelernt.
Leider auch die traurigen Seiten der Natur erlebt und tote und einen sterbenden Elefanten gesehen, da es eineinhalb Jahre in Amboseli nicht geregnet hatte und die Tiere zu schwach waren. Zwar hat es dann endlich geregnet, als wir ankamen, aber da war es zu spät. In der Masai Mara allerdings haben wir viele Jungtiere erlebt – die Natur sorgt schon für den Ausgleich, aber es hat eben alles seine guten und schlechten Seiten… Die Erfahrungen haben einen tiefen Eindruck bei mir hinterlassen.
Nun sind wir wieder zurück in Nairobi und feiern heute Abend Silvester im “Black Diamond”, Robert und Ery´s Lieblingsclub mit Live Music. Bin schon gespannt, wie das wohl wird.
Ich wünsche euch allen alles Liebe für das neue Jahr. Viele bewegende Momente, aufregende Situationen und entspannte Erholung, bei allem was ihr tut.





Copyright Fotos: Silvio Arndt
Phoenix
Wie ich schon geahnt hatte, haben wir den kleinen Phoenix jetzt also adoptiert. Er hat sich schon gut erholt und fühlt sich anscheinend auch sehr wohl bei uns. Ich fühle mich wie im Paradies, weil ich endlich wieder eine Katze im Haus habe. Arndte versteht sich auch gut mit ihm. Damit ist es jetzt noch viel schöner zu Hause.
Allerdings hat der kleine Mann leider eine Essstörung. Sobald man in der Küche klappert oder den Kühlschrank öffnet, kommt er angerannt. Selbst aus dem vermeintlichen Tiefschlaf gerissen erscheint er binnen Sekunden vor seinem Fressnapf. Ich denke aber, dass wir ihm das im Laufe der Zeit schon abgewöhnen können.
Phoenix hat noch eine weitere seltsame Angewohnheit: er liegt wahnsinnig gerne im Waschbecken oder in der Dusche. Besonders gern trinkt er direkt aus der Leitung, wie man sieht.




Vielen Dank übrigens an alle Gratulanten und Gäste an meinem Geburtstag, für die Geschenke, Blumen und Anwesenheit. Ich fand es sehr gemütlich, mal am Sonntag Nachmittag zu feiern. Insgesamt waren es dann auch 7 1/2 Stunden, also kaum anders, als wenn man nachts feiert, ausser, dass man am nächsten Tag total fit ist. Ist gar nicht so schlecht, ein bisschen älter und reifer zu werden, da erspart man sich dann irgendwann die alten Jugendsünden
Ich finde es auch mit 35 immer noch aufregend, am Geburtstag neue, spannende Sachen auszuprobieren- und sei es nur, sich mal nicht zu betrinken, haha. Wir hatten jedenfalls trotzdem riesen Spass, auch wenn es nach sieben Stunden auf der harten Prater-Bank dann doch etwas ungemütlich wurde.


Findelkind
Das ist schon ein seltsames Jahr. Es ist erst zwei Monate her, seitdem ich meine geliebte Berta Butterfly vermisse. Gerade erst beginne ich, damit klar zu kommen – da bekomme ich ein Katzenfindelkind.
Ein schneeweisses Katerchen, weisses Fell, grau-schwarzer Schwanz, kleiner Fleck auf der Stirn. Sieht fast so aus wie die Kampfkatze Mojo, der verrückte Kater, den Anika und ich in der Mostgasse hatten, falls sich noch jemand daran erinnert.
Er aber ist ganz lieb und ruhig und heilfroh, dass er ein warmes Plätzchen gefunden hat. Der Finder hat ihn vor den Raben gerettet, die ihn attackierten. Nun kann er ihn nicht behalten und ich habe ihn erst mal aufgenommen. Er schleicht hier vorsichtig durch die Wohnung, ist ganz zutraulich, schnurrt schon und frisst – also erst mal alles gut soweit. Ich befürchte, ich “muss” ihn behalten. So ein liebes Kerlchen. Aber erst mal muss ich versuchen, die wahren Besitzer ausfindig zu machen. Laut Tierarzt ist er schon ungefähr sechs Jahre und kastriert, er muss also jemand gehören. Allerdings ist er bestimmt schon ein paar Wochen unterwegs, er ist ganz dünn und sein Fell ist etwas struppig.
Mit Katze ist es hier noch gemütlicher. Keine Frage, ich bin ein “Katzenmensch” und fühle mich gleich viel wohler, mit einem Katzentier in meiner Umgebung. Na hoffentlich gibt das keine Tränen! Jetzt liegt er erstmal auf dem Sofa, putzt sich und lässt es sich gut gehen. Da geselle ich mich doch gleich mal dazu


Berlin Wall
Where were you when the Berlin Wall came down?


When I first heard the rumour that the Berlin Wall had fallen, I spent the night with my family at home. We ran into our living room and turned on the TV. Then we sat there, starring at the speaker who revealed the incredible news: it was true, the Berlin Wall fell on November 9, 1989. I was only 14 years old but of course I had already known about the strange border between “Germany” and “Germany”. Shortly before the wall fell my parents and brothers and sisters and I had visited this monument of fear.
I do remember how oddly it sounded when my parents explained to me that behind the border there was still Germany but only East Germany. I felt a bit blessed, because I was born on the somehow better side of the wall. I was raised in the former American sector of West Germany. We were influenced by their music, fashion and hamburgers. And of course we wore blue jeans. All the same we were used to hearing American-English.
Sometimes I was a bit anxious. I remember the tanks rolling through our town to their military base, but at least they were not hostile to us. They never shot our people. Unlike to their Russian counterparts who brutally quashed the 1957 uprising.
When we received the news about the wall falling we were both relieved and moved to tears. My mom cried. She was always on the verge of tears and that was a very good reason to cry. We were also astonished how quickly everything happened. At the blink of an eye the wall fell and “Trabis“ sorrounded us everywhere.
Now, twenty years later, I am still impressed about this historical event. I am very interested in the TV specials about all the incidents. It became a bit clearer to me how everything happened. It was only a short remark by Mr. Schabowski, the former speaker of the SED party, who didn’t stick to the actual release date of his report. So he spoke about the exit permit without realising that he should have kept this remark confidential until the next day. But this slip of the tounge changed the world. Not only politically but also socially.
Silvio comes from the former GDR. He is the same age as me and of course also happy about the “change“. He was not supposed to fall in love with a Western girl but history couldn’t stop it. Only because the wall fell am I now happily engaged to an East German. We met in Berlin long after the “change“. But I am quite sure that I would not have lived in the city if the wall had still been there. However, it still would have been impossible for us to meet. This is why I spent last night with him at the ‘Bornholmer Brücke’ — the bridge where the first border crossing was forced open by the GDR civilians on November 9, 1989. We crossed the bridge and celebrated the re-union. We felt a bit of the atmosphere from that ancient time. It moved us again. I am still releaved and happy about the “change“.
I really hope that we can keep this spirit alive.


Yesterday we were celebrating the re-union at the Bornholmer Brücke (bridge), the first passage from East to West.
Happy East-West-couple
Seeking in Vain
They had already been driving for a while and nobody was talking. Skinny was desperately thinking about her beloved missing cat while Leo was just driving. Both of them were letting their thoughts run and so time was running and the miles were passing.
All of a sudden they noticed a black-and-white cat on the side of the street. Skinny could only catch a glimpse of it but she immediately turned her head to follow it with her eyes. Leo saw her excitement and stopped the car.
Skinny jumped out of the car and ran back towards the cat in the field. She tried to lure the cat with her voice. She called her name, sang a lullaby, sat on her knees to see it clearer, but the cat did not react whatsoever. Skinny went back and forth and did not want to give up. Although it was quite unrealistic that she would find her cat miles away from home, she didn’t give up and tried again to catch the cat’s attention. But the only thing she managed to do was to scare the cat and so it ran away. Skinny was very disappointed and could not believe or did not want to believe that this cat was not her beloved Berta Butterfly. After a while she finally gave up and turned back to the car.
Suddenly she heard some moaning beside her. It sounded like a cat in distress. She crawled carefully towards the sound and was totally scared – there was a cat trapped in the deer fence next to her. The cat was not only trapped but also obviously hurt. It was hanging with its back paws upside down in this deer fence. Skinny was scared to death. And the cat apparently was too. Skinny screamed out for Leo. He was still in the car but jumped out as he heard Skinny’s scream. He ran to her but then he stopped in his tracks. Skinny was the first to react and said to him, “We must rescue it!” So they both stepped closer to the trapped animal, with their hands stretched out. Somehow Leo got to the cat quicker and while Skinny still was trying to reach it, he yelled painfully. “Oh my God, what happened?” Now it was Skinny’s turn to scream again. Leo jumped and moaned and shook his right hand. Blood was streaming and his whole right hand was full of blood. Skinny screamed again, realising that Leo obviously was badly hurt. “My hand, oh my hand hurts, damned” Leo cried. Skinny tried get control of herself. “What exactly happened to you?”, she asked. “That goddam creature bit my finger!” he shouted angrily. Then he became very weak and almost fell down. Skinny could hardly hold him and took him back to the car. All of a sudden she became aware of the situation. The cat was still trapped in the fence, Leo had been bitten and she had to bring him to the hospital. She became calm and sat in the driver’s seat. “Where’s the next hospital?”, she asked – “Ten miles from here”, he answered in pain. “Ok, what direction? Please, hold on, you have to tell me the way, Leo!”
Skinny drove carefully through the night. It was pitch dark and every now and then she asked Leo the way. It was not only that she didn’t know this area, but she also was trying to keep him awake. He was still bleeding like hell. The next part that Skinny realised was when they finally arrived at he hospital. She jumped out and tried to pull Leo out of the car. He was pretty heavy and totally exhausted. She yelled for help when from somewhere a doctor’s assistant appeared. They brought Leo directly to the emergency station. Blood droplets were following them. They arrived at the doctor and Leo sat down. He almost fell, since he was very weak due to his bleeding hand. The doctor immediately recognised the situation and explained to them: “This is a very serious situation – I have to cut off your finger, son.” Leo was shivering from fright. Skinny was silently weeping.
After an hour Leo came out of surgery. He didn’t say a word and couldn’t look into Skinny’s eyes. They went silently to the car. Leo sat down, without looking at Skinny. She started the car and drove out of the hospital’s parking lot. All of a sudden she knew the way home and drove to the motorway. She was silently crying though. She could hardly see anything, everything was blurred from her tears. So she just drove the car onto the motorway, without noticing the truck beside her. It hit them hard – Skinny almost didn’t realise the crash. Everything happened at the blink of an eye. The car flipped over three times then stopped upside down in the middle of the motorway. The truck also crashed but the driver was able to jump out just before it exploded. He was shocked but alright. After the explosion there was nothing left but a wall of big black smoke.
“Oh, a terrible accident happened yesterday on the motorway next to us,” the old Lady said sadly to herself, putting the newspapers away. “What luck that I don’t drive a car, uh, Kittycat?”, she said to the lovely cat sitting on her lap. The cat was pourring happily. “Strange things occur, but as long as you are with me, you will be pampered, my dear.” What good fortune that this cat has come to her recently. “So my life is much more content”, she thought, as she tenderly stroked the soft black-and-white fur.
Katze vermisst
Nachdem das Jahr schon ganz schön anstrengend war und einige Tiefschläge für mich bereit gehalten hat, wollte ich euch eigentlich von meinem schönen Sommer in Berlin berichten. Wir hatten jede Menge Besuch aus aller Welt. Den Anfang machten unsere Nias-Freunde Ery und Rob, Bella und Pascal und Onkel Ole. Auch Babs und ihr Verlobter Igor kamen auf nen Sprung vorbei, sowie Besuch aus Namibia von Ela und Gerry. Nicht zu vergessen Alice, die mittlerweile in der Schweiz lebt. Zwischendurch war ich in Wien bei Tom&Dasha und auf dem 60. Geburtstag von Norbert, wo ich mit Felix einen herrlichen Auftritt hatte. Und dann gab es noch das grossartige Konzert von Peter Fox, das ich mit Magda besuchte und die Abschiedsparty von Anja, die nach Boston auswanderte. Und auf dem See-u-side Festival war ich ja auch noch; sowie Schwimmen mit Anika in Weissensee, bei Rena’s Gartenparty und bei meiner Oma in Regensburg. Alles wäre einen eigenen Bericht wert und war mir sehr wichtig.
Was aber leider alles in den Schatten stellt, ist das Verschwinden meiner geliebten Berta Butterfly. Seit zwei Wochen ist sie verschollen und dadurch meine Laune im Keller. Drückt mir bitte die Daumen, dass sie wieder auftaucht!
Obituary
Obituary of Lenka Hava
*06 December 1973 † 23 July 2009
For friends of Lea, which is her well-known nickname, it is hard to imagine that she really passed away, finally. I say finally, because it seems to me that she took a wide detour to her final destination – the other side.
Even when she was only 15 years old she revealed an ultimate yearning to the other side. She intended to pass through her life avoiding the upcoming ups and downs; unconsciously foreseen that it would be a difficult one.
After she decided to lighten her detour by quite effective means, she gave her life a dire direction. Without being noticed by her best friends she ran away from her genuine destination. She should have become a famous painter in New York, or a successful businesswoman in London, or a professor of arts in Italy.
She was clever, eloquent, handsome, witty, funny, cheeky and bold. With her benign commitment to her friends she was beloved, popular, always very welcomed, and even admired.
But then she faded away. The girl Lea became a strange person. Her friends weren’t able to follow her, nor to cope with her strange behaviour. It was impossible to convince her to a normal life. It was not easy to leave her with her own business, but she absolutely and urgently insisted on her own way of life – even when it meant that she had to live it without her former true friends.
So the detour began to become true. Now, after almost twenty years of aberration, she found her ultimate aim. She’s hopefully in heaven and heaven knows she had a good departure. Let’s hope so.
To say it with Mr Morrison’s lyrics: “Break on thru to the other side!” You made it, Lea!
Sorrowfully enough, she not only left her friends and family, but also a ten year old son. I really hope that he will be able to embrace his mother’s love and lead a life under almost normal circumstances.
For me, as her former best friend, I wish and hope that she’ll be released now. I am dreaming of a happy Lea, and I will always keep her in my thoughts. What happened in between doesn’t matter now, neither to me, nor to her.
Dear Lea, in your next life, please adhere to the advice of your good friends! We’ll always love you!






